Inspirieren und -lassen

New York – Hudson Yards, 6.dez. 2024

Inspirieren und -lassen

Montag, 9. Dez

Die Fähigkeit zu besitzen, leicht beeindruckt werden zu können, ist diesen Urlaub eindeutig von Vorteil für mich. Man sagt, das erste Mal USA, das erste Mal New York, verändere einen. Vielleicht wollte ich es zulassen und werde deshalb so sehr von den Baukonstruktionen und der Ausstrahlung der Menschen um mich herum beeinflusst.

Die New Yorker Architektur darf recht hoch gebaut werden. Grund dafür ist, dass der Untergrund aus Fels besteht und damit eine hohe Stabilität bietet, so durfte ich erfahren.
Für mich als Touristin gibt es Grund genug, den Fokus nach oben zu richten. Ein erster (BLICK) von unserem Viertel aus auf das Zentrum der Stadt ließ in mir den Gedanken aufkommen: „Die Gebäude sehen aus wie Aluminium-Säulen.“ Heute würde ich mich selbst korrigieren und behaupten, ein mit Sonne überfluteter Spaziergang durch diesen Staat erinnere mich an das Betrachten vieler Discokugeln. Alles strahlt, glänzt, leuchtet. Die Stadt ist bunt.
Ich also, die als kleine Touristin zwischen unzähligen Menschen durch die vielfältigen Stadtteile strotzt, verspüre nichts anderes als ein Gefühl des „unbedeutend Seins“. Nichts kennend, nichts wissend, nichts ahnend und verzaubert von der Atmosphäre eines neuen Ortes.
Gestanden, es gefällt mir, den Gedanken zu haben, ich sei nichts Besonderes im Kontext dieser Welt. Denn was ich aus diesem Gedanken ziehe, ist der Ansporn, mehr aus mir selbst machen zu wollen.

Und so möchte ich meine Erfahrung mit dir, meinem lieben Leser, teilen.
Gelegentlich bereitet es viel Freude, das eigene Wissen, die bekannte Umgebung und Routine zu hinterfragen. Das ist es jedenfalls, was eine jede Reise in mir auslöst – den Wunsch, mehr aus mir zu machen.

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