Gib mir dein „Nein“, und ich mache es zu meinem „Ja“,

Gib mir dein „Nein“, und ich mache es zu meinem „Ja“,

7. Aug. 2026,

Ich möchte klarstellen, dass es niemals darum geht, nicht enttäuscht oder verletzt zu werden. Denn in keinem Moment, in dem die Entscheidung gefällt werden soll, ob ich etwas machen möchte oder nicht, geht es darum, über Angst nachzudenken.

Heute muss ich darüber lachen, wenn jemand mich fragt, ob es mir Freude bereitet, bewusst in das Messer zu laufen – mit dem metaphorischen Ausdruck ist gemeint, sich verbal einen Korb von einem Mann oder kritisches Feedback in einem gebildeten Umfeld abzuholen. Es sind Momente, in denen ich mich bewusst dafür entscheide, mein mangelndes Wissen über ein Thema preiszugeben oder in denen die Lücke zwischen dem, wer ich bin, und dem, wer ich einmal sein möchte, sehr deutlich wird.

Nein, ich habe wirklich keine Angst vor Ablehnung. Denn sie war nie etwas, was ich als Ablehnung gegen mich selbst betrachtet habe … sondern etwas weitaus Schmerzhafteres als nur eine Ablehnung gegen meine Person:

Ich spreche von einer Ablehnung, die verhindert, dass meine Träume in Erfüllung gehen. Ja, denn der tatsächliche Grund, weshalb ich zweimal nachhake und mir Absagen abhole, als würde ich Frühstückseier in einem Korb zusammensammeln, ist der, dass die Absagen eigentlich keine schlechten Nachrichten sind. Heute möchte ich darüber sprechen, wie es sich anfühlt, seine Träume zu der eigenen Realität machen zu wollen.

In dem Beitrag „Marilyn Monroe“ habe ich einmal gesagt, dass ich keine Vorbilder habe. Und an dieser Überzeugung möchte ich nicht rütteln. Dennoch ist eine feine Abstufung nötig, die da heißt: Es gibt viele Menschen, die mich durch ihre Lebensweise inspirieren. Sie lassen mich einen neuen Blick für das gewinnen, was ich mir in mein Leben holen möchte. Und da nichts in das eigene Leben hineingelangt, wenn die wünschende Person es nichtherbeibeschwört (dabei spreche ich nicht von dem Sinnbild des Djinis aus der Öllampe), gibt es doch eigentlich keine Alternative zu einem Wagnis, das da heißt: „Was muss ich tun, um das in mein Leben zu bekommen, was ich an diesen anderen Menschen so sehr beneide?“

Ich habe einen hohen Selbstanspruch, denn da sind Gedanken in mir, die keine Ruhe geben, ehe ich kein „Ja oder Nein“ von einer anderen Person erhalte, die mir zur Erfüllung meines Wunsches verhelfen kann. Und so werfe ich nun die Frage auf, warum überhaupt Angst vorhanden sein kann, etwas aus dem Grunde zu tun, im Nachhinein glücklicher zu sein als zuvor?

Denn Glück hat schließlich niemals etwas damit zu tun, wie viele Tränen ich vergieße. Und lernen tat ich noch nie, indem ich nicht nachfragte. Und Erfahrungen konnte ich noch nie durch das bloße Zuschauen sammeln. Was sind also diese Mutmaßungen wert, die mir entgegengebracht werden, während ich in Erfahrung bringe, ob meine Träume tatsächlich ein Teil meiner Wirklichkeit werden können oder aber die bloße Vorstellung nur schöner war als die Realität?

Was kostet mich ein „Nein“, wenn die Angst vor diesem Wort mich von einem Leben abhält, nach dem ich strebe?

Was bringt mir ein „Nein“, wenn nicht sogar Gewissheit, dass dieser Mensch, dieser Wohnort, dieser Beruf und dieses Hobby nicht das waren, was mein Kopf mich hat ersehen lassen?

Ja, denn ein Nein ist mir mehr wert als tausendmal „Ja“ in meinen Gedanken.

Und auch heute, da ist klar: Diesen Blogbeitrag schließe ich mit den Worten des Beitrags „Bist du es denn? Also glücklich.“

Vier Begriffe sind es, die ich in einer Kategorie für mich zusammenfassen kann:

Zufriedenheit, Wahrheit, Beziehung, Erfolg – sie lassen sich als „unbequem“ beschreiben, denn sie alle sorgen dafür, dass du dich veränderst, wenn du dich dafür entscheidest, nach ihnen zu leben. Das ist nicht immer schön. Sondern der Beginn von Veränderung.

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