
Was kommen wird, liegt verstreut in der ganzen Welt,
Freitag, 21. August 2026,
Eigentlich würde ich mich in meine Bachelorarbeit vertiefen, aber ich musste
nachdenken.
So häufig habe ich mich gefragt, wann der Lebensabschnitt beginnt, in dem die
Leben meines Freundeskreises auseinanderdriften. Nicht, dass ich auf den Moment gewartet hatte – nur die Frage nach dem „Wann“ kehrte immer wieder. Und weil es nie ein „Ob“ war, was dort im Raum stand, weiß ich nun, dass er offenbar gekommen ist.
Das, worüber ich heute sprechen möchte, ist kein eigentlicher Vergleich, sondern die Sehnsucht, die in einem aufkeimt. Denn während eine Person ihr Auslandsstudium beginnt, eine zweite Person gerade ihren Abschluss gemacht hat und mit dem Arbeiten anfängt, eine andere ein Kind bekommt, mir von Hochzeiten und dem Zusammenziehen mit dem Partner oder Karrieresprüngen, hohen Schuhen, Reiselust und Frust, Markentaschen und Zigarettenhaltern zum Abaschen … berichtet wird, da weiß ich ganz genau, wann ich Eifersucht in mir entdecke und was nicht einen Funken, einen Stich an Sehnsucht erweckt.
Jetzt, mit 24 Jahren, beginnt die Zeit, die mich schon lange neugierig gemacht hat. Denn Vergleich wird schwer, wenn die Leben so auseinanderdriften und viel eher Persönlichkeit entwickelt … und die Grundausbildung in der Schule, im Elternhaus in den Hintergrund gerückt wird. Ich freue mich darüber, meine Freunde in neuen Lebensabschnitten wiederzufinden. Es gibt kein eindeutiges „Das wird die Zeit deines Lebens!“ und meine Devise lautet: Was war, war gut, was ist, gefällt im Moment und was kommen wird, liegt verstreut in der ganzen Welt.
Irgendwann merkst du, dass die Kindheit an Prägungskraft verloren hat und Eifersucht auf das, was die Freunde erreicht haben, lauter und lauter wird. Eigentlich ist es nur das Leben, was ganz klar kommuniziert: „Du bist so weit!“
Und für all meine Freunde, die gerade einen neuen Abschnitt beginnen, sage ich voller Überzeugung: das wird eine spannende Zeit, lass dich auf die Veränderung ein.
Ich weiß, was Veränderung mit mir macht. Und gerade genieße ich sie, ja, schreibe offenbar Poesie. Vor allem ist Stolz die Emotion, die aus mir spricht. Denn Veränderung kann Angst machen, doch sie ist es, die vor allem Neues und Lebendigkeit verspricht.
Ich glaube, der frische Wind könnte interessant werden. Bleibt gespannt, liebe Leser, wovon die nächsten Beiträge handeln werden …
Hinterlasse einen Kommentar